Willkommen in Göttelborn!

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Ursprünge Göttelborns

(QUELLE: www.wikipedia.de )

Göttelborns Ursprünge liegen immer noch im Dunkel der Geschichte. Auf einer alten Grenzkarte aus dem Jahre 1735 taucht der Name Gödelborn auf, ein weiteres Dokument zur Klärung des Göttelborner Alters ist eine Grundstücksschenkungsurkunde des Saarbrücker Fürsten Wilhelm Heinrich an den Waldhüter Mathias Bauer. Dieser stellte ihm das Land kostenlos zur Verfügung, so dass sich Mathias Bauer dort ein Haus bauen konnte, das sogenannte Matzbauershaus .

23 Jahre später, 1758, wird das erste Gebäude auf heutigem Göttelborner Gelände, das Quierschieder Jägerhaus , zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Nach dem frühen Tode von Mathias Bauer heiratete dessen Witwe den aus der Normandie stammenden und nach Osten gezogenen Francois Cilian Boussard, der auch in die jagd- und forstlichen Aufgaben seines Vorgängers, im Dienste derer von Nassau Saarbrücken eintrat. Die erste Ansiedlung war somit vollzogen. Noch heute wohnen deren Nachfahren im Ort.

Zwei Jahre später, 1760, werden zwei sogenannte Thorhäuser , die Thomashütte und das Matzbauershaus errichtet. Bis die Göttelbrunner Hütte als weiteres Thorhaus 1795 erbaut wird, vergehen 35 Jahre.

1800 bis 1900

Im Jahr 1830 wird das älteste heute noch existierende Haus in Göttelborn errichtet (Ecke Uchtelfanger Straße/Im Birkenstück). 1851 werden bei der Anlegung des Kataster 37 Häuser erfasst. 1857 leben in Göttelborn 50 Familien; darunter befinden sich 28 Tagelöhner, 11 Bergleute, 4 Ackerer, 3 Kohlenbrenner, 2 Glasmacher, 1 Küfer und 1 Förster. 1882 werden alle Häuser nummeriert von 169 - 237. 1884 finden erste Kohleschürfungen im Bereich des heutigen Göttelborn statt - die Geburtsstunde einer Industrie, die jahrzehntelang alle Bereiche des Lebens der Menschen in und um Göttelborn beeinflusst hat. 1884 erfolgt der Anhieb der Grube Göttelborn, Kaiser Friedrich III. schenkt Göttelborn-Merchweiler eine Schule. 1891 wird die Kaffeküche der Grube Göttelborn eingerichtet, die in geänderter Form bis heute besteht. Die Wasserversorgung des Ortes wird 1892 durch die Grube realisiert. Ein Jahr später, 1893, wird im Ortsteil Göttelborn-Merchweiler eine zweite Schule errichtet. Im gleichen Jahr wird die Grube Göttelborn nach einer leichten Schlagwetterexplosion , bei der 3 Bergleute verletzt wurden, zur Schlagwettergrube erklärt. Zwischen 1888 und 1912 werden durch die Königlich-Preußische Grubenverwaltung Werkswohnungen errichtet. Am 26. April 1897 ereignet sich im Flöz Beus eine Schlagwetterexplosion, bei der vier Bergleute sterben.

1900 bis 2000

1920 kämpft der Bürgerverein für ein selbständiges Göttelborn, welches vorher aus Göttelborn-Gennweiler, Göttelborn-Wahlschied , Göttelborn-Quierschied und Göttelborn-Merchweiler bestand. Die saarländischen Gruben werden unter französische Verwaltung gestellt. Am 5. Januar 1924 stimmt die Göttelborner Bevölkerung mit 62,78 % für die Selbsständigkeit Göttelborns (bei 86,13 % Wahlbeteiligung). 5 Jahre später wird Göttelborn selbständig und der Gemeinde Quierschied angegliedert und wählt im Februar den ersten Gemeinderat. Zwischen 1925 und 1935 wird die junge Gemeinde weiter aufgebaut, sie erhält einen eigenen Friedhof, eine eigene Schule und eine eigene Kirche. Drei Jahre später, 1928, wird Göttelborn eine selbständige Pfarrei. 1935 wird in Göttelborn die eigene Pfarrkirche, St. Josef, eingeweiht. Die saarländischen Gruben werden wieder unter deutsche Verwaltung gestellt. Nach der Saarabstimmung 1935, bei der das Saarland dem deutschen Reich angegliedert wurde, gab es keinen gewählten Gemeinderat mehr. Gegen Ende des Krieges wurde Göttelborn bombardiert und hatte viele Tote zu beklagen. Nach Ende des zweiten Weltkrieges werden die saarländischen Gruben zunächst von der amerikanischen Kontrollkommission CONAD , danach von Frankreich verwaltet. Am 15. September 1946 finden erste Kommunalwahlen in Göttelborn statt, Josef Monz wird Bürgermeister. In dieser Zeit waren noch keine Parteien zugelassen.

Zwischen 1951 und 1957 errichten Berglehrlinge das Göttelborner Grubenstadion . Nach der zweiten Saarabstimmung am 23. Oktober 1954 werden Parteien zugelassen. Der 7. Gemeinderat des Ortes wird gewählt und Peter Schmidt wird Bürgermeister. Saarberg wird neuer Betreiber der Grube Göttelborn. 1958 wird das von der Grube eingetauschte Haus (Hauptstraße 164) frei und wird anschließend bis 1961 zum Gemeindehaus umgebaut. Am 22. Oktober 1959 wird der Göttelborner Sendemast des Saarländischen Rundfunks auf der Göttelborner Höhe eingeweiht. Der Mast hat heute eine Höhe von 211 m. Ausgestrahlt wird darüber auf UKW SR1, SR2 und SR3, sowie im TV-Kanal 2 das 1. Programm der ARD . 1965 wird das Feuerwehrgerätehaus in der Josefstraße eingesegnet. Ein Jahr später, 1966, wird die evangelische Friedenskirche in der Hauptstraße gebaut. 1967 erhält Göttelborn eine neue Schule, die neue evangelische Friedenskirche wird eingeweiht. 1969 wird die freiwillige Feuerwehr Göttelborn aus der Grubenfeuerwehr gegründet. Ab 1972 gehört Göttelborn mit 6.000 kg Kohle pro Mann und Schicht zur Spitzengruppe der Kohleförderung. 1973 wird ie Schulturnhalle zur Mehrzweckhalle umgebaut. Im Zuge der Gebietsreform wird die Gemeinde 1974 aufgelöst, Göttelborn wird Ortsteil von Quierschied und wählt einen Ortsrat in dem Manfred Zeiner Ortsvorsteher ist. 1978 erzielt die Grube Göttelborn einen neuen Weltrekord: Bei einem Schachtdurchmesser von 65 m wird der Schacht 3 mit 20 m pro Tag gebohrt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 30,1 m pro Tag. Zwischen 1980 und 1981 wird die Kaffeeküche neu gebaut. Vom 4. bis 6. Juli 1987 findet die 100-Jahr-Feier der Grube Göttelborn statt. Das Verbundbergwerk Göttelborn-Reden entsteht 1989. Nach großen öffentlichen Diskussionen wird im Hahnbachtal bei Illingen ein neuer Absinkweiher angelegt. 1997 wird im Jahr des 110-jährigen Bestehens der Grube die Schließung des Verbundbergwerkes Göttelborn-Reden trotz großer Proteste seitens der Bevölkerung beschlossen.

2000 bis heute

Im Jahr 2000 schließt die Grube Göttelborn endgültig, was für die Arbeitsmarktsituation von Göttelborn und der umliegenden Orte ein schwerer Schlag ist. Die Industriekultur Saar GmbH (IKS) siedelt sich auf dem Zukunftsstandort an.

Am 16. September 2006 findet in den Räumen der Industriekultur Saar (IKS) GmbH der saarländische Heimattag statt. Bei dieser Gelegenheit wird der sogenannte Himmelspfeil , eine lang und schräg ansteigende asphaltierte Rampe zwischen der Bergehalde und der Solaranlage, vom saarländischen Umweltminister Stefan Mörsdorf eingeweiht. Auf einer Höhe von 384 Metern soll zudem ein Aussichtspunkt geschaffen werden, von dem man, bei guten Witterungsverhältnissen, den Saarkohlenwald überblicken und sogar die Vogesen, den Pfälzerwald und den Hunsrück sehen kann. Außerdem stellten die beiden Göttelborner Autoren Helmut Simmet und Hildegard Ames an diesem Tag ihr Buch 250 Jahre Göttelborn vor.

Mit dem Hells Kitchen Festival , bei dem am 15. Juli 2006 als Headliner Neaera , Fear My Thoughts und Estate spielen und dem Festival Gib Deine Stimme gegen Armut , bei dem in Anlehnung an die weltweiten LIVE-8-Konzerte am 14. Oktober zusammen mit 15 anderen Bands unter anderem die Tagtraum -Nachfolger Phonogam aus Schweinfurt für die Kampagne Deine Stimme gegen Armut auf der Bühne stehen, finden im Jahr 2006 gleich zwei große Konzerte in der Göttelborner Mehrzweckhalle statt.

Ursprung des Namens Göttelborn

Viel wird über die Herkunft dieses Namens spekuliert, vom Götterbrunnen bis zum Brunnen eines Herrn Göttel, doch genau wie bei Quierschied konnte man bisher keine zufriedenstellene Erklärung über die Etymologie des Ortsnamens finden.

 

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